Die Macht von Geschichten

Storytelling stärkt den Personal Brand

Als ich sechs Jahre alt war, hatte ich einen großen Berufswunsch. Ich wollte Hans Hass werden, wahlweise auch Lotte Hass. Oder Jacques Cousteau. Ich sah mich schon mit einer roten Mütze auf der Calypso oder der Xarifa, stellte mir vor, wie ich mit Haien tauchen würde und danach Geschichten über meine Erlebnisse erzählen würde.

Das Wasser hat mich nie losgelassen. Tatsächlich bin ich auch heute noch eine begeisterte Taucherin und immer noch ein Hai-Fan. Meeresforscherin bin ich leider nicht geworden, aber Journalistin – und ich erzähle immer noch gerne Geschichten.

Storytelling in Ihrer Kommunikation

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum ich Ihnen das erzähle. Ganz einfach: Ich möchte Sie für das Storytelling begeistern – und zwar nicht im Marketing, sondern in Ihrer persönlichen Führungskommunikation. Denn Geschichten sind wichtig, wenn Sie Menschen begeistern und bewegen wollen.

In den Neurowissenschaften belegen zahlreiche Studien, dass wir immer dann Informationen besonders gut aufnehmen können, wenn möglichst viele Sinne angesprochen werden. Eine lebhafte Sprache, lustige Überraschungen, viele Emotionen und natürlich ein guter Erzähler – all dies trägt dazu bei, dass wir uns besser an das Gehörte erinnern. Darüber hinaus sprechen gute Geschichten sowohl die Emotionen als auch unsere Rationalität an.

Was heißt das für Sie? Nicht nur Bericht erstatten und sachlich informieren, sondern auch mal Geschichten erzählen. Natürlich ist unser Arbeitsalltag von Fakten geprägt und Sie müssen jeden Tag zahlreiche Sachinformationen weitergeben. In Ihrem Tagesgeschäft sind kurze schnelle Infos per E-Mail oder in einem Meeting genau richtig.

Aber wenn Sie zum Beispiel ein Veränderungsprojekt anstoßen wollen oder auf einer Konferenz eine Rede zu einem für Sie wichtigen Thema halten sollen, dann ist Storytelling richtig cool. Letztlich machen wirklich Anlass und Thema den Unterschied. Als Führungskräfte hat unser Job oft zwei Seiten: Wir sind Manager und wir sind Leader. Der Manager braucht keine Stories, aber der Leader sollte sich guter Geschichten bedienen.

Persönliche Geschichten überzeugen

Ein weiterer Punkt ist wichtig. Grundsätzlich können wir zwei Arten von Geschichten unterscheiden, nämlich die Geschichten, Metaphern, Parabeln usw., die Sie erzählen, aber nicht selbst erlebt haben und Ihre persönlichen Geschichten. Wenn es sich ergibt und zum Anlass passt, ist Ihre persönliche Story natürlich die bessere. Vorausgesetzt, Sie können und wollen sie erzählen und haben auch genügend interessante Momente und die eine oder andere Überraschung dabei.

Mir ist klar, dass schon ein bisschen Mut dazu gehört, sich so zu öffnen. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass Storytelling immer wichtiger werden wird. Wer in Zeiten von hoher Informationsdichte und dramatisch kurzen Aufmerksamkeitsspannen in Erinnerung bleiben will, braucht gute Geschichten. Vergeben Sie also nicht die Chance, Ihre Leute zu begeistern und Ihren Personal Brand zu stärken.

Sie brauchen dazu eine Inspiration? Selbst nach mehr als zehn Jahren ist Steve Jobs Rede in Stanford für mich ein großartiges Beispiel für persönliches Storytelling.  In diesem Sinne: Stay hungry, stay foolish. Mehr zu meinem Angebot in Sachen Storytelling finden Sie hier.

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