Persönliches Storytelling: 3 Top-Anlässe

Persönliches Storytelling ist sehr kraftvoll

In den letzten Wochen habe ich viele Gespräche mit verschiedenen Unternehmen geführt. Meistens ging es um Strategie- oder Veränderungskommunikation. Sie können sich denken, dass wir dabei immer sehr schnell auch auf das Thema Storytelling gekommen sind. Klar, alle haben davon gehört und meistens werde ich auch gezielt danach gefragt. Aber ich bin doch immer wieder überrascht, dass die meisten Unternehmer oder Manager vor allem daran denken, wie sie Storytelling über ihre Medien – von Internet über Intranet und Videos bis hin zur guten alten Mitarbeiterzeitung – einsetzen können. Persönliches Storytelling haben sie hingegen oft nicht auf dem Radar. Dabei ist gerade persönliches Storytelling so kraftvoll. Deshalb kommen hier einige Anlässe, bei denen Sie Storytelling in Ihrer Führung und persönlichen Kommunikation gut einsetzen können.

  1. Aufbau von Vertrauen

Persönliche Geschichten sind unbestritten bestens dazu geeignet, Vertrauen aufzubauen. Und zwar ganz unabhängig davon, wen Sie ansprechen. Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner – wann immer Sie mit Menschen in Interaktion sind, helfen Ihnen Geschichten, eine Beziehung aufzubauen. Denn wenn Sie etwas Persönliches erzählen, entdecken Ihre Gesprächspartner oder Zuhörer, was sie mit Ihnen gemeinsam haben. Sie kennen das sicher auch. Dieser Moment, in dem Sie denken: Ja, das ist wie bei mir. Das ist der Moment, in dem erstes Vertrauen beginnt.

Für viele Führungskräfte ist es jedoch schwierig, im beruflichen Umfeld persönliche Geschichten zu erzählen. Wie auch? Sie haben das nie gelernt – und es war ja auch viele Jahre absolut unüblich. Doch es reicht heute nicht mehr, mit Zahlen, Daten und Fakten überzeugen zu wollen. Um nicht distanziert zu wirken und stattdessen Nähe zu zeigen, um Vertrauen aufzubauen, müssen Sie auch die Emotionen ansprechen.

  1. Entscheidungen beeinflussen

Stories sind ausgesprochen machtvoll, gerade weil sie alle Bereiche des Gehirns ansprechen. Verstand und Unterbewusstsein gleichermaßen. Gute und (strategisch) passende Geschichten können inspirieren, überzeugen und beeinflussen. Ich rede hier nicht von Manipulation. Aber es gehört sehr wohl zu den Aufgaben von Unternehmern und Führungskräften, Entscheidungen zu beeinflussen. Wenn Sie diese nicht ohnehin schon selbst treffen. Ob Sie nun mit Kunden, Vorständen, Aufsichtsräten oder anderen Stakeholdern zu tun haben, spielt dabei keine Rolle. Wenn Sie wollen, dass Entscheidungen in Ihrem Sinne getroffen werden, kann Storytelling Ihren Einfluss erheblich verbessern.

  1. Change möglich machen

Jeder Change braucht eine Story. Mit der richtigen Geschichte machen Sie Veränderungen erst möglich. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Idee oder Vision gleich zu Beginn klar rüber bringen. Sie brauchen einen starken Auftakt. Mit Fakten allein können Sie nichts verändern. Im Gegenteil. Sie müssen damit rechnen, dass gerade Ihre Fakten in Frage gestellt werden – unabhängig davon, dass diese für Sie wahrscheinlich ganz eindeutig sind und außer Frage stehen. Das können Ihre Gesprächspartner aber ganz anders sehen. Und denken Sie immer daran, dass Veränderungen Zeit brauchen. Sie müssen zuerst Vertrauen aufbauen, ehe Ihnen Menschen folgen.

Ein Tipp zum Schluss: Denken Sie daran, dass jede Story nur ein Ziel hat. Packen Sie deshalb nicht zu viel in Ihre Story rein. Weniger ist hier definitiv mehr.

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