Achtsamkeit: Es geht auch ohne Ommm

Mehr Fokus durch Achtsamkeit

Wie schön wäre es, wenn im Leben einfach alles glatt laufen würde. Und wenn wir die Dinge, die nicht so laufen, wie sie sollen, mit Leichtigkeit auf die richtige Spur bringen könnten. Doch leider funktioniert das meistens nicht so einfach. Den Reset-Knopf habe ich zumindest noch nicht gefunden. Was uns dabei helfen kann, ist mehr Achtsamkeit. Wirklich! Auch wenn Sie durch und durch rational sind und vielleicht denken, dass Achtsamkeit nur so Gedöns ist. Einfach mal einen Gang runterzuschalten und nur wahrnehmen, was ist, kann Ihnen sehr helfen – auch in Ihrem Job oder Business.

Ich gebe zu, ich habe auch einige Zeit gebraucht, um dahin zu kommen. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Leben im Großen und Ganzen immer gut gelaufen ist. Ich habe ein tolle Familie, den besten Ehemann der Welt, gute Freundinnen und allen geht es gut. Meine berufliche Entwicklung war auch über die ganzen Jahre sehr positiv – und ich empfinde es als großes Privileg, dass mir meine Arbeit auch nach rund 30 Jahren im Job immer noch sehr viel Freude macht.

Und doch war auch ich mehrmals in meinem Leben an Punkten, wo es nicht mehr passte und ich in eine Krise rutschte. Zum Beispiel, als ich nach einem beruflichen Wechsel feststellen musste, dass ich überhaupt nicht zu der Firma passte, bei der ich gerade angeheuert hatte.

Natürlich habe ich zunächst sehr rational überlegt und gehandelt, indem ich mich mit Headhuntern getroffen und beworben haben. Aber dann saß ich einem Vorstellungsgespräch und dachte: „Was mache ich hier eigentlich?“ Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich an die Sache anders rangehen muss. Mehr Achtsamkeit brauchte. Klarheit finden musste.

Niemand wird bestreiten, dass angemessenes körperliches Training gut für uns ist. Normalerweise profitieren wir nicht nur gesundheitlich, sondern wir fühlen uns auch besser.

Achtsamkeit ist Training für unseren Verstand. Wer regelmäßig Achtsamkeitsübungen macht, wird unter anderem lernen, sich besser zu fokussieren, Ablenkungen auszublenden und klarer zu denken. Dies führt dazu, dass wir uns geistig und emotional besser fühlen.

Der Nutzen von Achtsamkeit ist inzwischen unbestritten. Dazu gehören zum Beispiel

  • Bessere Konzentration und Fokussierung
  • Weniger Stress und Angst
  • Besserer Schlaf
  • Mehr Erfolg bei der Erreichung von Zielen und
  • Bessere Kommunikation und Beziehungen

Die Liste lässt sich noch fortsetzen, aber Sie sehen schon hier, dass der Nutzen durchaus relevant für Beruf, Business und Karriere ist. Von Zufriedenheit und Freude im Leben einmal ganz abgesehen.

Einen Haken hat die Sache mit der Achtsamkeit schon: Sie müssen regelmäßig üben. Es ist genauso wie beim Sport. Wenn Sie einmal die Woche eine halbe Stunde laufen, reicht das nicht, um zum Beispiel fünf Kilo abzunehmen oder einen 10-Kilometer-Lauf in Bestzeit zu absolvieren. Um die positiven Aspekte von Achtsamkeit zu erleben, sollten Sie sich regelmäßig Zeit dafür nehmen.

Viele Autoren empfehlen ca. 20 Minuten am Tag – und das an mindestens fünf Tagen in der Woche. Und es versteht sich von selbst, dass es nicht damit getan ist, am Anfang intensiv Achtsamkeit zu üben, die Benefits zu erleben und dann mit den regelmäßigen Übungen aufzuhören. Auch hier ist es wieder wie beim Sport: Ihr Achtsamkeitsmuskel wird wieder schwächer.

Ich kann gut verstehen, wenn Sie jetzt nicht sofort sagen: Ja, das ist etwas für mich. Aber wenn Sie schon häufiger darüber nachgedacht haben bzw. einer oder mehrere der Punkte oben für Sie relevant sind, dann probieren Sie es doch mal aus.

Mein Tipp: Geben Sie sich einen Monat und üben Sie an jeweils fünf Tagen in der Woche für mindestens 20 Minuten. Wenn Sie das durchziehen, finden Sie sicher heraus, ob es etwas für Sie ist – oder eben nicht.

Es ist ganz einfach, damit zu beginnen. Aber es ist nicht immer leicht. Denn auch innere Arbeit ist Arbeit.

Sie finden im Internet sehr viele Informationen und Übungen zu und für mehr Achtsamkeit. Schauen Sie sich mal um und probieren Sie ruhig verschiedene Wege aus. Es gibt auch zahlreiche Kurse dazu. Wenn Sie es für sich alleine probieren wollen, habe ich hier noch ein paar Tipps für Sie:

  • Fangen Sie mit kurzen Sitzungen an, aber steigern Sie jeden Tag die Länge. Wenn Sie nur ansatzweise so sind wie ich, werden Ihnen am Anfang fünf Minuten schon unglaublich lang vorkommen. Stellen Sie sich am besten einen Wecker, damit Sie nicht über die Zeit nachdenken müssen. Es gibt auch Apps, die Sie dafür nutzen können.
  • Machen Sie feste Termine mit sich selbst für Ihre Achtsamkeitsübungen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie ungestört sind und Ruhe haben. Setzen Sie sich auf einen bequemen Stuhl, schließen Sie die Augen und atmen Sie. Achten Sie darauf, wie es sich anfühlt zu atmen. Mehr müssen Sie nicht tun. Fokussieren Sie sich einfach auf Ihren Atem. Es geht nicht darum, dass Sie besonders ruhig oder langsam atmen, es geht darum, dass Sie sich über eine Zeit fokussieren, zu fühlen und zu denken.
  • Wenn Gedanken kommen – und sie werden kommen – bewerten Sie sie nicht, sondern konzentrieren sich wieder auf Ihren Atem.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Das größte Hindernis sind wir immer selbst. Seien Sie nicht zu kritisch. Es ist okay, wenn Gedanken kommen. Sie werden Tage haben, an denen es Ihnen leichtfällt, sich zu fokussieren. Und es wird Tage geben, wo das nicht klappt. Das ist absolut okay. Bleiben Sie einfach dran. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und gute Erkenntnisse.

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