Machen Sie nicht diesen Fehler

Ihre Zuhörer haben feine Antennen für Authentizität

Sie können sich sicher vorstellen, dass ich relativ oft darauf angesprochen werde, wie man Storytelling lernen und anwenden kann. In diesen Gesprächen stelle ich häufig eine Frage: „Warum wollen Sie Geschichten erzählen?“ Wenn die Antwort darauf ist: „Ich will damit eine Menge Geld machen“ (das passiert schon mal bei Marketing-orientierten Interessenten) oder „Ich will meine Mitarbeiter dazu bringen, sich mehr für meine Vorhaben zu engagieren“ (so oder so ähnlich immer wieder von Managern zu hören), dann sind das zwar verständliche, aber keine guten Ziele. Nicht wirklich.

Eine wirklich gute Antwort ist zum Beispiel: „Ich liebe Sprache und ich habe immer schon gerne Geschichten erzählt“ oder „Ich möchte Menschen inspirieren und Ihnen helfen, sich weiter zu entwickeln“. Das hört sich doch schon ganz anders an, oder?

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich gönne Ihnen jeden Erfolg. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Sie mit gutem Storytelling Ihre Ziele leichter und schneller erreichen können.

Aber eine gute Story dreht sich immer um Ihren Zuhörer – ganz gleich, ob es Ihre Kunden, Mitarbeiter, Kollegen, Freunde oder Ihre Kinder sind. Ja, Sie dürfen von sich selbst erzählen. Das sollen Sie sogar. Aber was Sie auch immer erzählen: Ihr Ziel muss es sein, Ihre Zuhörer zu inspirieren, sie zu unterstützen, sie weiter zu bringen oder ihnen zu helfen, den nächsten Schritt zu gehen.

Ihr unmittelbares Ziel ist also nicht ein egoistisches Ziel, bei dem es nur um Sie geht, sondern vielmehr der positive Effekt für Ihre Zuhörer. Natürlich darf sich das auch positiv auf Sie auswirken. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter zum Beispiel mit guten Stories dabei helfen, ihren persönlichen Veränderungsbedarf zu erkennen, nutzt es Ihnen genauso wie Ihrem Team. Und wenn Sie mit Ihren Geschichten Kunden für ein Produkt begeistern, das genau richtig für sie ist, haben Sie sich den Umsatz redlich verdient.

Machen Sie nicht den Fehler, Ihre Zuhörer zu unterschätzen. Sie haben in der Regel sehr feine Antennen und merken sehr schnell, ob es wirklich um sie geht – oder eben ein egoistisches Ziel dahintersteckt. Wir kennen alle das Gefühl, wenn uns jemand nur etwas verkaufen will. Das fühlt sich nie gut an, oder?

Wie gehen Sie also am besten vor? Aus meiner Perspektive macht es Sinn, vom Ende her zu denken. Was wollen Sie mit Ihrer Story erreichen? Was soll Ihr Zuhörer nach Ihrer Story denken? Was soll er fühlen? Was soll er als nächstes machen? Das funktioniert nur dann wirklich gut, wenn Sie ein echtes Interesse an Ihren Zuhörern und deren Bedürfnissen hast.

Und denken Sie daran: Was Sie in Ihren Stories erzählen und versprechen, sollten Sie auch einlösen. Seien Sie ehrlich – zu Ihren Zuhörern genauso wie zu Ihnen selbst. Nur so erzählen Sie authentisch.

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