Mai 29

Warum Ihr Gehirn Geschichten will

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie oft Sie Geschichten erzählen? Zumindest im Privaten. Denn wann immer Ihnen etwas wirklich wichtig ist, erzählen Sie eine Geschichte. Egal, ob es sich um Ihren Lieblingsverein dreht, das Wetter in Ihrem Urlaub, der Zoff mit dem Kollegen oder die Erlebnisse vom letzten Wochenende. Und wie oft sagen wir: „Ich muss Dir jetzt unbedingt etwas erzählen…“?

Natürlich sind bei Ihren Erzählungen auch klassische Informationen dabei, aber es sind die Geschichten, die in Erinnerung bleiben – und nicht die trockenen Fakten.

Unser Gehirn will Geschichten

Erzählungen sind ein grundlegendes Organisationsprinzip unseres Gedächtnisses. Dabei arbeitet unser Gedächtnis nicht immer akkurat, wichtiger scheinen die Zusammenhänge zu sein. Wir haben alle den Drang, eine Geschichte kohärent zu erzählen – und dabei kann es dann schon mal passieren, dass unbewusst Lücken mit Fiktion geschlossen werden. Das klassische Beispiel dafür sind unterschiedliche Zeugenaussagen vor Gericht, die allesamt mit voller Überzeugung vorgetragen werden.

Aber warum kann unser Gehirn Geschichten so viel besser verarbeiten und speichern als nüchterne Daten und Fakten?

Im Gegensatz zu den reinen Fakten aktivieren Erzählungen große Teile des Gehirns. Zusätzlich werden sie emotional bewertet, das heißt, dass das Unterbewusstsein ebenfalls mitspielt. Je mehr Gefühle eine Geschichte auslöst, desto stärker wird sie miterlebt. Dazu kommt, dass Geschichten besser verarbeitet werden können als Fakten, das Erzählte kann wesentlich besser nachvollzogen werden. Und schließlich werden Erzählungen im Langzeitgedächtnis gespeichert, in dem wir unsere Erinnerungen an Erfahrungen und Erlebnisse aufbewahren. Wir können uns also viel besser an sie erinnern.

Wer hat Ihnen Ihre Geschichten weggenommen?

Jede Menge Vorteile, oder? Doch jetzt denken Sie mal einen Moment daran, wie Sie im Beruf kommunizieren? Hat Ihnen da auch jemand Ihre Geschichten weggenommen?

Wenn Sie so sind wie die meisten Experten, Manager und Executives, dann sind Ihnen wahrscheinlich die Geschichten abhandengekommen. Geblieben sind Bulletpoints, Daten, Zahlen, Fakten und vielleicht mal die eine oder andere Casestudy (und nein, Casestudies zählen nicht).

Doch damit wecken Sie keine Emotionen und Sie motivieren auch nicht. Wenn Sie Menschen bewegen und begeistern wollen, dann brauchen Sie Geschichten. Strategisches Storytelling hat eine grundlegende Bedeutung für Ihre erfolgreiche Führungsarbeit.

Natürlich hat strategisches Storytelling nur wenig mit Märchen und Gute-Nacht-Geschichten zu tun. Im beruflichen Kontext verfolgen Sie mit Ihren Stories konkrete Ziele. Sie erzählen nicht einfach nur so. Sondern um Ihre Ziele erfolgreich umzusetzen.

Man muss übrigens nicht ein geborener Erzähler sein. Storytelling kann man lernen und damit interessanter und effektiver kommunizieren als jemals zuvor. Und das ist für jede Führungskraft entscheidend. Denn so bauen Sie kontinuierlich Vertrauen und Beziehungen auf.

Wollen Sie mehr über Storytelling erfahren? Dann holen Sie sich die Storytelling-Checkliste.


Tags

Gedächtnis, Geschichten, Kommunikation für Führungskräfte, Storytelling, Storytelling Checkliste, strategisches Storytelling


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