Warum die Strategie fast nie verstanden wird

Warum die Strategie oft nicht verstanden wird

Vor einigen Tagen sprach ich mit einem ehemaligen Kollegen von mir, der heute Geschäftsführer in einem größeren mittelständigen Unternehmen ist. Er erzählte mir, wie schwierig es sei, notwendige strategische Veränderungen den Mitarbeitenden verständlich zu machen. Sie würden die Strategie einfach nicht begreifen. Dabei könne man doch jeden Tag lesen, wie wichtig Digitalisierung ist – und dass wir in Deutschland schon eh viel zu spät dran sind.

Ein typischer Fall. In einer großen Change-Studie, die John Kotter vor einiger Zeit durchgeführt hat, gaben 83 Prozent der weltweit befragten Top-Führungskräfte an, dass Strategien in ihren Unternehmen nicht verstanden werden.

Das kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nur bestätigen. Wenn ich mit Unternehmen über die Kommunikation ihrer Strategie spreche, dann beginnen diese Gespräche häufig mit diesem Satz: „Frau Lichtenberg, wir haben eine wirklich gute neue Strategie. Aber unsere Mitarbeiter kennen sie entweder nicht oder sie verstehen sie nicht.“

Das ist natürlich blöd. Denn was nützt die schönste Strategie, wenn sie niemand kennt? Oder sie nicht versteht?

Was jetzt kommt, tut Führungskräften ein bisschen weh. Es liegt nämlich nicht an den Mitarbeitern. Es liegt daran, dass Führungskräfte nicht richtig kommunizieren. Und es ist ihnen oft nicht mal bewusst.

Leadership ist Kommunikation – und es ist Ihr Job, wirksam zu kommunizieren. Tun Sie es nicht, haben Sie ein großes Problem. Ihre Zielgruppen – von Mitarbeitern bis Kunden – wollen von Ihnen vor allem eines: Klarheit. Aber können Sie diese liefern?

„Wir müssen uns auf unsere Prioritäten in diesem Quartal fokussieren.“ „Der Kunde kommt zuerst.“ „Lassen Sie uns unsere neue Projekte mit Hochdruck angehen.“ Aussagen wie diese hören wir jeden Tag. Tatsächlich hören sie sich ja irgendwie auch ganz gut an, aber sie sind trotzdem viel zu vage.

Viel zu oft wird dabei angenommen, dass jeder weiß, worum es geht und alles klar ist. (Mehr dazu finden Sie in diesem Blogpost.) Mit dem Ergebnis, dass sich jeder seinen Teil denkt und danach handelt. Und das führt dann dazu, dass Zeit verschwendet wird, Ziele nicht erreicht werden, Change-Projekte fehlschlagen und der Flurfunk mit seinen Spekulationen die wichtigste Informationsquelle bleibt.

Wie können Sie es nun besser machen?

  1. Formulieren Sie Ihr klares und spezifisches Ziel

Jede einzelne Kommunikationsmaßnahme muss ein eigenes Ziel haben. Natürlich müssen Sie Ihr übergeordnetes Ziel im Blick behalten und Ihre kleineren Einzelziele sollten darauf einzahlen. Aber Sie dürfen eine einzelne Aktion nicht überfrachten.

Dies gilt übrigens auch für Ihr Storytelling. Jede Story hat nur ein Ziel.

  1. Was erwartet Ihre Zielgruppe?

Finden Sie heraus, was Ihre Zielgruppen von Ihnen erwarten. (Das gilt natürlich genauso, wenn Sie mit nur einer Person reden.) Was sie wirklich wissen wollen. Was für sie relevant ist.

Wenn wir mal bei dem Digitalisierungsbeispiel vom Anfang bleiben, dann müssen Sie es so runterbrechen, dass Ihr Gegenüber wirklich versteht, was für ihn dabei wichtig ist.

  1. Ihre Botschaften

Kennen Sie die sechs Ws, die Ihnen dabei helfen, Ihre Botschaft zu strukturieren? Relevant sind Wer, Was, Wann, Wo, Wie und Warum. Leider wird häufig der Fehler gemacht, sich auf die sachlichen Informationen zu beschränken. Vergessen Sie aber nicht das Warum! Denn erst damit werden Sie wirklich überzeugen. Und gerade dafür können Sie hervorragend Storytelling einsetzen.

Ich helfe Unternehmern und Führungskräften, wirksam und klar zu kommunizieren. Wenn Sie Ihre Kommunikation spürbar verbessern und Ihre Zielgruppen besser erreichen wollen, kann ich Ihnen helfen. Schreiben Sie mir eine Mail oder nehmen Sie gleich hier Kontakt auf.

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