Erkenne, was Dir wichtig ist!

Zeit zur Reflexion zwischen den Jahren

Das Ende eines Jahres ist immer ein guter Zeitpunkt für Reflexion. Sich selbst zu fragen: Was ist für mich wichtig? Was sind meine Werte? Habe ich im Einklang mit meinen Werten gehandelt? Was kann und will ich im nächsten Jahr anders machen? Nehmen Sie sich einfach etwas Zeit für sich, denn es lohnt sich.

Es gibt ein schönes Zitat, dessen Autor mir leider unbekannt ist:

„Erkenne, was Dir wichtig ist, dann wirst Du sehen, wie viele Dinge im Leben keine Bedeutung haben.“

unbekannt

Ein kluger Gedanke.

Jeder von uns beschäftigt sich ständig mit Themen, die fast immer sehr dringend und vermeintlich auch enorm wichtig sind. Und wir springen nur allzu schnell auf diese gefühlte Wichtigkeit an, oft ohne kritisch zu hinterfragen, ob das wirklich so ist.

Ich gebe offen zu, dass ich mich sehr oft mit Themen beschäftige, die eigentlich nicht so wichtig sind, dass sie meine Aufmerksamkeit verdienen. Aber manchmal sind sie spannender als das, was gerade auf meinem Schreibtisch liegt. Oder ich mag diejenige, die die Sache bei mir abgeladen hat, nicht enttäuschen. Und klar: Ich kann das ohnehin besser und schneller als alle anderen. Naja, ich denke das gerne.

Ist das, was ich da mache, richtig? Definitiv nicht.

Ist es sinnvoll? Bestenfalls manchmal.

Wir haben alle so wenig Zeit. Sollten wir da die Zeit nicht dafür nutzen, was wirklich wichtig ist?

Wofür nutze ich meine Zeit?

Meine Oma sagte immer: „Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu“. In diesem Sinne habe ich dieses Jahr viel für meine persönliche Weiterentwicklung getan und dabei viele neue und teilweise auch überraschende Erkenntnisse gewonnen. Irgendwann in diesem Prozess habe ich für mich auch definiert, was für mich wichtig ist und worauf ich 2020 meinen Fokus legen will. Die Liste ist natürlich nicht abschließend, aber ich möchte gerne ein paar Punkte mit Ihnen teilen.

Meine Arbeit

Ich arbeite gerne und ich arbeite viel. Habe ich immer schon gemacht. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich die meiste Zeit meines bisherigen Berufslebens glücklich und zufrieden war. Natürlich gab es mal bessere und schlechtere Zeiten und auch mal einen Fehlgriff bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Aber das habe ich dann schnell korrigiert.

Arbeit gehört zum Leben. Arbeit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Sie gibt unserem Leben Sinn und Struktur. Sie kann uns Freude bringen, wenn auch jeden Tag. Mit unserer Arbeit entwickeln wir uns weiter. Wir lernen, wir werden besser. Arbeit ist gut für unser Selbstwertgefühl. Und schließlich sichert unsere Arbeit auch unseren Lebensunterhalt.

Für mich persönlich ist die Sinn-Perspektive meiner Arbeit besonders wichtig. Es wäre für mich unverstellbar, dauerhaft in einem Job zu bleiben, der mich nicht erfüllt. Deshalb fällt es mir auch nicht schwer, mein Bestes zu geben. Das ist meine Intention. Ganz egal, wie gut oder schlecht ich mich gerade fühle.

Umso wichtiger ist es für mich, dass ich mich stärker auf das fokussiere, wo ich Sinn stiften und einen Mehrwert bieten kann. Und das werde ich 2020 konsequent umsetzen. Auch wenn das heißt, dass ich viel häufiger als jetzt „Nein“ sagen werde.

Freunde und Familie

Meine Familie gehört zu meinen wichtigsten Werten. Meine Freunde sind mir ebenfalls super wichtig. Aber ich bleibe oft hinter meinen eigenen Ansprüchen zurück.

Klar, ich habe viel zu tun, doch ich möchte nicht das leidige Zeitthema als Entschuldigung nutzen. Die Klage, dass wir zu wenig Zeit haben, ist nicht hilfreich. Sie ändert nichts. Letztlich entscheiden wir selbst, wofür wir uns Zeit nehmen. Und auch, wenn wir uns nicht immer von den äußeren Umständen freimachen können, bleibt die Verantwortung doch bei uns selbst.

Nur wir selbst können entscheiden, was für uns wichtig ist. Und nur wir sind für unsere eigenen Prioritäten verantwortlich.

Also habe ich mich entschieden, mich mehr um meine Familie zu kümmern. Meine Brüder öfter anzurufen. Mein Patenkind und meinen Neffen häufiger zu sehen. Meine Mutter zu mir einladen. Und natürlich auch den Kontakt zu meinen Freundinnen zu halten – trotz der großen Entfernung.

Meine Kreativität

Kurioserweise habe ich lange gedacht, dass ich nicht wirklich kreativ bin. Keine Ahnung, woher diese innere Überzeugung kommt. Denn objektiv betrachtet, stimmt das nicht. Ich habe schon immer gerne Geschichten erzählt und geschrieben. Ich habe lange Musik gemacht. Und ich bin eine begeisterte Fotografin. (Wenn es Sie interessiert, finden Sie hier ein paar meiner Bilder.)

Doch gerade das Fotografieren, das so lange mein kreatives Ventil war, ist ein bisschen unter die Räder gekommen. Ich weiß nicht warum, denn es macht mir immer noch Spaß. Bislang habe ich noch nicht herausgefunden, warum ich so viel weniger Bilder mache als früher.

Was soll 2020 anders werden?

Nicht nur deshalb will ich 2020 zu einem Kreativjahr machen. Ich weiß noch nicht genau, wohin es führt, dafür will ich die Zeit zwischen den Jahren nutzen. Ideen habe ich viele, aber aus diesen Ideen sollen noch echte Ziele und konkrete Vorhaben werden. Mein ToDo für die Zeit zwischen den Jahren. Damit 2020 wirklich anders wird.

Was wollen Sie im nächsten Jahr anders machen? Egal, ob beruflich oder privat: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Ein bis maximal drei Ziele sind genug. Überlegen Sie, warum diese Ziele für Sie so wichtig sind. Und zwar nicht nur auf der rationalen Ebene. Denken Sie auch darüber nach, wie Sie sich fühlen wollen, wenn Sie Ihr Ziel erreichen. Denn das kann ein sehr starker Motivator sein. Und dann machen Sie sich einen Plan mit Mini-Schritten. Fokussieren Sie sich einfach auf den nächsten kleinstmöglichen Schritt – und machen Sie den am besten sofort.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.