So verderben Sie garantiert Ihre Stories!

Diese Fehler verderben Ihre Stories

Als ich Anfang der 90er Jahre meine erste Stelle als Wirtschaftsredakteurin hatte, waren Recherchen noch wirklich aufwändig. Wenn ich Hintergrundmaterial für einen Artikel brauchte, musste ich im Archiv anrufen und bekam dann – meistens erst nach ein paar Stunden – eine Sammlung von Zeitungsartikeln, die schon mal in unserer Zeitung oder bei der Konkurrenz erschienen waren. Sie können sich denken, dass die Ausbeute eher dürftig war.

Heute erleben wir das andere Extrem. Informationen sind immer verfügbar und Werbebotschaften prasseln ständig auf uns ein. Die Herausforderung ist jetzt, aus der unüberschaubaren Masse der vielen Botschaften, diejenigen herauszufiltern, die für uns relevant sind.

Und wenn wir etwas erzählen und damit auffallen wollen, ist es eine riesige Herausforderung, überhaupt gesehen und gehört zu werden. Kein Wunder, dass Storytelling immer beliebter wird. Denn inzwischen hat es sich wohl rumgesprochen, dass man mit guten Geschichten besser ankommt und aus der unüberschaubaren Masse an Infos herausragt.

Nur: So einfach ist es dann eben auch nicht. Denn viele Stories sind langweilig und kommen nicht an!

Mit diesen häufigen Fehler verderben Sie garantiert Ihr Storytelling:

  1. Sie haben keine klare Botschaft

Im Business erzählen Sie nicht einfach nur so Geschichten. Ihr Storytelling muss strategisch sein. Sie haben ein Ziel und Sie haben eine klare Botschaft. Die Betonung liegt auf eine. Denn zu viele Botschaften in einer Story sind genauso schlecht wie keine Botschaft.

Wichtig zu merken: Eine Story, eine Botschaft.

Natürlich dürfen Sie zur Auflockerung auch mal eine nette Anekdote erzählen. Aber das ist halt kein Storytelling.

  1. Sie machen sich keine Gedanken über Ihre Zielgruppe

Mit den Botschaften ist das ja immer so eine Sache. Sie glauben gar nicht, wie oft ich schon erlebt habe, dass Botschaften formuliert wurden ohne dass man auch nur einen Gedanken an die Zielgruppe verwendet hat. Und so passiert es dann, dass Sie zwar Ihre Story ganz super finden, aber Ihre Zielgruppe sich nicht dafür interessiert.

Eigentlich eine klare Sache: Sie müssen Ihre Botschaften auf Ihre Zielgruppen ausrichten. Und dazu müssen Sie sie kennen und wissen, wo sie gerade stehen.

  1. Sie sind nicht authentisch

Märchen zu erzählen ist super – solange Sie das machen, wenn Sie Ihre Kinder ins Bett bringen. Im Storytelling haben Märchen nichts zu suchen. Mit Ihren Stories wollen Sie eine Beziehung zu Ihren Zielgruppen aufbauen und Vertrauen gewinnen. Da versteht es sich von selbst, dass Ihre Geschichten wahr sein müssen. Und mehr noch: Wenn Ihre Stories nicht zu Ihrem Handeln und Verhalten passen, sind sie ebenfalls unglaubwürdig.

Tun Sie also sich selbst und Ihrer Reputation einen Gefallen und sein Sie authentisch.

  1. Sie wollen zu viel

Klar, wenn Sie irgendwo einen Vortrag halten, eine wichtige Präsentation haben oder andere von sich überzeugen wollen, dann wollen Sie möglichst klug und kompetent rüberkommen. Und dann verwenden Sie unglaublich viel Energie darauf, Ihre Expertise mit gefühlt meterlangen Sätzen, jede Menge Fachbegriffen oder dem beliebten Management-Denglisch zu untermauern. Aber das kommt einfach nicht an. Denn als Zuhörerin oder Leserin habe ich keine Ahnung, was Sie eigentlich meinen.

Sie erinnern sich noch an den Informationsüberfluss vom Anfang. Das heißt, wenn Ihr Leser auch nur eine Sekunde darüber nachdenken muss, was Sie da gerade meinen, ist er weg.

Storytelling darf und muss einfach sein. Kurze Sätze, klare Worte. So geht das.

  1. Sie zeigen nur Fassade

Wenn Sie sich für Storytelling interessieren, dann sind Sie bestimmt schon über die Heldenreise gestolpert. Und klar: Jeder will sich gerne von seiner besten Seite präsentieren. Doch leider ist der ausgeprägte Hang, sich selbst als Super-Helden darzustellen, der noch kurz nach den 148 Mails die Welt rettet, nicht gut für Ihr Storytelling. Sie wirken unglaubwürdig und sind langweilig.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Erfolgsgeschichten sind super für Ihr Storytelling. Aber sie funktionieren nur dann wirklich gut, wenn Sie dabei auch die große Herausforderung schildern, vor der Sie standen. Wenn Sie von Fehlern berichten, die Sie gemacht haben, von Rückschlägen – und natürlich auch davon, was Sie daraus gelernt haben. Berichten von Ihren größten Schwierigkeiten, von dem einen großen „Oh Sh*t Moment“ in Ihrem Leben. Das sind die Stories, die mit Sicherheit eine bessere Wirkung erzielen.

Wollen Sie Ihr Storytelling weiter verbessern? Mit dem Story-Workshop schaffen Sie es!

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