Wie Sie bekommen, was Sie wollen

Wenn Sie Karriere machen wollen, ist es wichtig zu wissen, was Sie wollen

Am Wochenende habe ich mich mit einer guten Freundin getroffen, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Irgendwann landete unser Gespräch beim Job und sie erzählte mir, dass sie gerade sehr unzufrieden sei. Sie hatte ihre Stelle vor ein paar Jahren mit dem Gedanken gewechselt, dass sie unter Umständen in dem neuen Unternehmen eine Führungsrolle übernehmen könnte. Die Personalabteilung und auch ihre Vorgesetzten hatten ihr Hoffnung gemacht, aber bislang ist nichts passiert – und auch nichts in Aussicht.

Ich kenne meine Freundin sehr gut und ich bin sicher, dass sie großartige Arbeit leistet. Sie ist unglaublich engagiert und hat sehr viel Erfahrung. Ich kann ihren Wunsch, sich beruflich auch im Alter von 50+ weiterzuentwickeln völlig nachvollziehen. Und eigentlich müsste ihr Arbeitgeber begeistert sein, wenn jemand wie sie mehr Verantwortung übernehmen will. Doch das ist oft gar nicht so einfach – ganz unabhängig vom Alter und Gender.

Die spannende Frage ist: Liegt es am Arbeitgeber oder liegt es an meiner Freundin?

Klar, im Moment streichen viele Unternehmen Stellen, gerade auch bei den Führungspositionen. Beförderungen werden zeitweilig ausgesetzt, einzelne Bereiche aufgelöst usw. Aber das gilt natürlich nicht für alle Unternehmen und erfahrungsgemäß lässt sich auch immer ein Weg finden, wenn die richtige Kandidatin für einen bestimmten Job da ist.

Es ist also gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass es an uns selbst liegt, wenn unsere Karriere nicht so funktioniert wie wir uns das wünschen. Wenn Sie schon sehr viel Zeit und Energie in Ihre Karriere investiert haben und sich nun trotzdem fragen, wie Sie zu dem Job gekommen sind, mit dem Sie gerade so unzufrieden sind (oder schlimmer noch, wenn Sie überlegen, wie Sie dort so schnell wie möglich wegkommen), dann sollten Sie sich dringend etwas Zeit für sich selbst nehmen und ein Self-Assessment machen. Denn sonst ist die Gefahr groß, dass Sie entweder in Ihrer Unzufriedenheit steckenbleiben oder bei einem Jobwechsel ganz schnell wieder unglücklich werden.

Es ist gar nicht so schwer.

Schritt #1: Überprüfen Sie, was Sie wirklich wollen!

Wahrscheinlich haben Sie sich immer wieder Gedanken über Ihre Karriere gemacht. Aber die Erfahrung zeigt, dass diese Überlegungen längst nicht immer Ihre wahren Wünsche widerspiegeln. Sehr viel wird auf uns projiziert, von unseren Eltern, den Freunden, Kollegen usw. Außerdem spielen dabei auch unsere eigenen unbewussten Geschichten, Werte und Überzeugungen eine große Rolle.  Wenn Ihnen Sicherheit zum Beispiel besonders wichtig ist, haben Sie sich wahrscheinlich einen ganz soliden und (hoffentlich) krisenfesten Job gesucht. Aber das heißt noch lange nicht, dass das der Job ist, der Sie glücklich macht. Wenn Sie zum Beispiel völlig frei und ungebunden wären und Geld keine Rolle spielen würde, was würden Sie dann machen?

Steigen Sie doch mal mit dieser Frage in Ihr Self-Assessment ein. Und überlegen Sie dann weiter. Wie würde für Sie ein idealer Tag aussehen? Was möchten Sie noch erreichen – beruflich und privat? Wie soll Ihre Work-Life-Balance aussehen? Welche Art von Arbeit wäre für Sie sinnstiftend?

Schritt #2: Wie wollen Sie sich fühlen?

Mit den Zielen ist es ja immer so eine Sache. Wenn Sie wie meine Freundin Karriere machen und eine Führungsrolle übernehmen wollen, sollten Sie sich vorher fragen, warum Sie das wollen. Ist es die Möglichkeit zu gestalten? Wollen Sie Ihr Wissen an Ihre Mitarbeiter weitergeben? Oder einfach nur mehr Geld verdienen? Haben Sie die Hoffnung, dass Ihre Arbeit dann spannender und abwechslungsreicher wird?

Einmal angenommen, Sie haben Ihr Ziel erreicht, wie wollen Sie sich dann fühlen? Woran würden Sie merken, dass Ihr neuer Job, DER JOB ist, der Sie glücklich macht? Unterschätzen Sie diese Fragen nicht. Denn sonst kann es sehr schnell passieren, dass Sie nach kurzer Zeit wieder frustriert sind. So nach dem Motto: Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt.

Probieren Sie folgende Übung aus. Nehmen Sie sich ein leeres Blatt und machen Sie zwei Spalten. In die erste Spalte schreiben Sie, was Sie wirklich gerne machen (ruhig privat und beruflich). Und in die zweite Spalte kommt alles, was Sie nicht mögen oder nicht mehr machen wollen (auch hier gerne privat und beruflich). Stellen Sie sich einen Timer auf fünf Minute für jede Spalte und schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Bewerten Sie nichts, schreiben Sie einfach nur alles auf, was Ihnen einfällt.

Wenn Sie fertig sind, schauen Sie sich die Listen noch mal an. Und überlegen Sie, in welcher Konstellation Sie möglichst viel von dem machen können, was Sie wirklich gerne tun.

Schritt #3: Wie Sie bekommen, was Sie wollen und verdienen!

Vielleicht haben Sie bei der vorherigen Übung schon gedacht: Man kann nicht alles haben. Das ist so ein Klassiker, den wir uns immer wieder selbst erzählen. Wir haben alle bestimmte Sichtweisen, mit denen wir uns selbst einschränken. Zum Beispiel, dass wir nicht gut genug sind. Oder dass etwas für uns nicht funktioniert. Oder oder oder… Und ja, ich weiß, dass Sie jede Menge Stories haben, mit denen Sie beweisen können, dass es bei Ihnen wirklich so ist.

Die Sache ist die: Diese Stories hat wirklich jeder! Ohne Ausnahme.

Der Geist ist alles – was Du denkst, das wirst Du.

Der Buddha

Die gute Nachricht ist, dass Sie diese Geschichten ändern können. Schließlich sind es ja Ihre Stories. Wenn Sie hier einmal gründlich aufräumen und Schluss machen mit dem, was Sie klein hält, kommt das Leben auf ganz wunderbare Weise wieder in den Fluss.

Sie entscheiden! Sie gestalten Ihr Leben! Und Sie sind es wert, nicht noch länger zu warten!

Und falls Sie das gerade denken: Nein, es ist nicht zu spät. Sie können das Leben Ihrer Träume leben.

Ich kann Sie dabei unterstützen, aus der Endlosschleife Ihrer immer gleichen Gedanken und Verhaltensmustern auszusteigen. Entscheiden Sie sich jetzt, mit Ihren alten Geschichten Schluss zu machen und melden Sie sich bei mir. Ihre Zeit ist genau jetzt!